Spielmacherin Alexandra Lundström führte umsichtig Regie und blieb auch vom Siebenmeterpunkt tadellos. Als die Schwedin per Strafwurf das 10:7 (14.) erzielte, zog der Mainzer Trainer Jörg Schulze die grüne Karte. Er verordnete eine Manndeckung gegen Svenja Mann und ließ mit der siebten Feldspielerin agieren. Tatsächlich brachte die Manndeckung kurzzeitig Unsicherheit ins BHC-Angriffsspiel, aber Mainz konnte keinen nennenswerten Profit daraus ziehen. Freie Würfe und Gegenstöße wurden meist an den Pfosten gesetzt oder von der einmal mehr glänzend aufgelegten Lena Lindemann pariert. So zog der BHC unaufgeregt bis zur Halbzeit auf 16:11 davon.
Ein ähnliches Bild bot sich in der zweiten Halbzeit. Die Gastgeberinnen verwalteten den Vorsprung bis zwei Zeitstrafen gegen Veki Tolic und Svenja Mann für „Unordnung“ sorgten. Ein 3:0-Lauf brachte Mainz ran (20:19, 41). Abwehrchefin Veki Tolic, inzwischen auch im Angriff eingesetzt, und zweimal Norma Goldmann sorgten wieder für klare Verhältnisse (24:20, 46.), eine Minute später besorgte Tolic das 25:21. Alles deutete auf einen Kantersieg hin. Doch der BHC stellte das Torewerfen in den letzten knapp 13 Minuten komplett ein – glücklicherweise ohne Folgen. Lindemann war nach wie vor zur Stelle und brachte die Mainzer Angreiferinnen zur Verzweiflung.
Am Ende feierte der BHC einen 25:23-Erfolg, der ganz wichtig für die Moral ist, vor dem Spiel am kommenden Samstag bei der HSG Freiburg.
Statistik:
BHC: Lena Zakszewski, Lena Lindemann; Annalena Welsch, Svenja Mann (5), Ruby Vaessens (1), Franziska Thomas, Madita Probst (3), Lucy Krahwinkel (1), Djazzmin Trabelsi, Vesna Tolic (2), Norma Goldmann (5), Lina Seiffarth, Pia Terfloth (2), Lea Albers, Hannah Kamp, Alexandra Lundström (6/4).
Mainz 05: Aurora Kryeziu, Alexandra Orowicz, Barbora Zigraiova; Anna Weidle (1), Christin Kühlborn (6/2), Christine Burgard, Nora Schulze (2), Rugile Baraseviciute (3), Lena Feiniler (1), Lena Thoß, Tabea Schweikart (1), Melanie Grawe (2), Helena Rhein (1), Claire Ramacher (2), Juliane Specht (4/3).
Schiedsrichter: Lucas Schwarzmeier und Bela Stewen
Zuschauer: 100