BHC mit verdientem Punktgewinn in Berlin

Das war nichts für schwache Nerven. Erst mit dem Schlusspfiff sichert sich der Bergische HC bei den Füchse Berlin Frauen ein 29:29-Unentschieden. Svenja Mann behielt vom Siebenmeterpunkt die Nerven und sorgte somit mit ihrem achten Treffer für den viel umjubelten Punktgewinn.

Vor 417 Zuschauern starteten beide Teams nervös. Erst nach drei Minuten gelang Norma Goldmann der erste Treffer der Partie zum 0:1. Trotzdem hatte der BHC Schwierigkeiten, sich im Angriff gegen die Berliner Defensive durchzusetzen. In der Abwehr gab es ein paar Abstimmungsprobleme. Gut, dass BHC-Torhüterin Lena Lindemann von Beginn an hellwach war und mehrfach spektakulär parierte. Dennoch zogen die Füchse langsam davon. Nomi in de Braekt besorgte nach einer guten Viertelstunde den Vier-Tore-Vorsprung (9:5, 17.).
BHC-Trainer Ruben Voßhans zog die Auszeit, stellte die Abwehr auf 5:1, mit der jungen Meggan Rusko auf der Spitze, um. Eine Variante, die den Berlinerinnen gar nicht schmeckte. Der BHC rackerte sich ran und kam durch Linksaußen Djazzmin Trabelsi, die an alter Wirkungsstätte eine ordentliche Leistung lieferte, zum 11:11-Ausgleich (27.). Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe. Dem 13:12-Halbzeitstand ließ Naomi Conze das 14:12 folgen, der BHC kam durch Veki Tolic und Svenja Mann zum Ausgleich.
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste immer stärker. Erneut Norma Goldmann besorgte die Führung (19:20, 42.), aber der BHC versäumte es, einen höheren Vorsprung rauszuwerfen, scheiterte mehrfach freistehend an der jungen Mercy Hacker im Berliner Tor. Die letzten fünf Minuten waren an Dramatik kaum zu überbieten. Die erfolgreichste Berliner Werferin Anouk Nieuwenweg (7) brachte ihr Team erneut in Führung (28:27, 56.).
In Unterzahl glich Meggan Rusko aus. Zeitstrafe gegen Marie Vorlicek-Michalczik 150 Sekunden vor dem Ende. Alissa Werle nutzte die doppelte Überzahl über Linksaußen zum 29:28 (58.). Der BHC vertändelte den Ball und brachte die Gastgeberinnen noch einmal in Ballbesitz. Doch Marlene Wagner parierte. Auszeit BHC. Ruben Voßhans gab die Marschroute für die letzten 20 Sekunden vor. Durchbruch von Norma Goldmann, die nur zu Lasten eines Strafwurfs gestoppt werden konnte, den Svenja Mann eiskalt zum 29:29 verwandelte. 

„Riesenkompliment an mein Team, das erneut großartige Moral bewiesen hat. Die Mädels haben das als Mannschaft wieder gut gerockt, leidenschaftlich verteidigt und alles auf der Platte gelassen. Wie sie in der Schlussphase in doppelter Unterzahl agiert haben und sich mit dem Punkt belohnt haben, macht mich sehr stolz“, war Chef-Trainer Ruben Voßhans nach der Partie voll des Lobes.
Am kommenden Samstag empfängt der BHC den TuS Lintfort zum NRW-Duell. Anwurf ist um 18:30 Uhr in der Sporthalle Wittkulle.
 

Statistik:
Füchse: Danique Trooster, Thara Sieg, Mercy Hacker; Naomi Conze (5), Anais Gouveia (3), Michi Stefes, Angal Capellaro (3), Moana Thelemann (1), Nomi in de Braekt (1), Jonna Schaube (1), Laura Penzes, Anouk NIeuwenweg (7/1), Alissa Werle (2), Leoni Baßiner (6/3).


BHC: Lena Lindemann, Marlene Wagner; Svenja Mann (8/4), Meggan Rusko (3), Franzi Thomas, Madita Probst, Lucy Krahwinkel (2), Djazzmin Trabelsi (4), Vesna Tolic (2), Norma Goldmann (5), Leni Holz, Emma Montag (2), Marie Vorlicek-Michalczik (2), Jasmina Gierga (1).


Schiedsrichter: Lukas und Robert Müller