Die Vorzeichen waren nicht gerade gut. Abwehrchefin Veki Tolic war nach einem Infekt noch nicht fit genug. Ein Einsatz war nicht möglich. Zudem knickte Torjägerin Svenja Mann nach fünf Minuten mit dem Fuß um und musste ausgewechselt werden. Dennoch hielt der BHC die Anfangsphase ausgeglichen, hätte sogar mehrfach in Führung gehen. „Wir haben unsere Aufgabe im Angriff spielerisch gut gelöst. Aber wir nutzen einfach unsere Chancen nicht“, haderte Assina Müller wegen der ausgelassenen Möglichkeiten. Mehrfach parierte Leipzigs Torhüterin Nele Kurzke großartig. Insgesamt kam die ehemalige Nationalspielerin auf 19 Paraden.
Die jungen Leipzigerinnen machten mächtig Dampf, nutzen eine kurze Schwächeperiode der Gäste kurz vor der Halbzeit und zogen mit sechs Toren davon. Das 17:11 markierte Marlene Tucholke, mit sieben Treffern erfolgreichste Werferin des Nachmittags.
Auch nach dem Strafwurftreffer von Pauline Uhlmann zum 27:17 (44.), gab sich der BHC nicht auf. Angetrieben von Pia Terfloth, die im Angriff und in der Abwehr überragte, sowie Norma Goldmann, holte der BHC auf. Svenja Mann versuchte es noch einmal, aber die Verletzung hemmte sie zu stark.
Dafür behielt Djazzmin Trabelsi die Nerven. Ein Hattrick der Linksaußen sorgte für den 33:27-Anschluss, ehe Lisa Lammich, jüngste Spielerin der Partie, den 34:27-Endstand erzielte.
Statistik:
HCL: Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (4/4), Lara Seidel (2), Jana Walther (5), Kim Lang (4), Emely Theilig, Alina Gaubatz (4), Laura Klocke (2), Hanna Ferber-Rahnhöfer (2), Sharleen Greschner, Lilly Glimm, Marlene Tucholke (7), Lara Tauchmann (1), Lisa Lammich (3).
BHC: Lena Zakszewski, Lena Lindemann; Svenja Mann (2), Ruby Vaessens, Franziska Thomas, Madita Probst (4), Lucy Krahwinkel (1), Djazzmin Trabelsi (5/4), Norma Goldmann (6), Pia Terfloth (5), Lea Albers (3, Hannah Kamp (1), Alex Lundström.
Schiedsrichter: Joshua Köppen und Luka Preibsch
Zuschauer: 510